Über diese Playlist

Musik soll unterhalten, Musik soll Emotionen auslösen, Musik kann aber auch politisch sein. In diesen politisch und gesellschaftlich bewegenden Zeiten wollen wir daher einmal einen besonderen Blick auf die vergangenen Jahrzehnte werfen.

Klar, nicht jeder Musiker oder Interpret macht mit der Absicht Musik, politische Botschaften loszuwerden. Um genau zu sein, tun dies in der modernen Musikwelt nur sehr wenige. Eine der populärsten Songs im Pop-Genre ist vermutlich "Dear Mr. President" von P!nk. 2006 veröffentlichte sie den Song, dessen Lyrics sich wie ein offener Brief an den damaligen US-Präsidenten George W. Bush lesen. Und das kam an. Eine Top-10-Platzierung in vielen europäischen Ländern war jedenfalls drin. Oder wir denken an Michael Jackson, der mit Songs wie "They Don't Care About Us" oder "Heal The World" klare Botschaften an die Menschen, aber auch an die Politik richtete.

Ein tieferer Blick zeigt aber auch, dass die meisten politischen Songs eher dem Rock-Genre zuzuordnen sind. Eines der bekanntesten Songs ist ganz klar "Imagine" vom Beatles-Sänger John Lennon, oder auch Bob Dylans "Blowin' In The Wind". Beide Songs wurden Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre zu den wichtigsten Anti-Kriegs-Songs. Letzteren Song wählte der "Rolling Stone" sogar auf Platz 14 der "500 besten Songs aller Zeiten".

Auch hierzulande finden sich immer wieder Songs mit politischen und sozialkritischen Aussagen. Eines der bekanntesten ist der Song "Wind of Change" von den Scorpions, die den Song damals zum Mauerfall geschrieben hatten. Die Toten Hosen sind ebenfalls bekannt dafür, keinen Blatt vor den Mund zu nehmen. Eines ihrer provokantesten Beiträge ist der 1998 veröffentlichte Song "Pushed Again". In dem Musikvideo wird Staats- und Polizeigewalt auf Basis von Nachrichtenbildern dokumentiert. Ein Thema, das nicht erst seit dem G20-Gipfel in Hamburg aktuell ist.

Viele Songs wurden vor allem von Singer- und Songwritern geschrieben. Angefangen bei großen Künstlern wie etwa Westernhagen ("Freiheit"), Udo Lindenberg ("Sonderzug nach Pankow") oder Herbert Grönemeyer, der mit dem Song "Amerika" bereits auf seinem 1984 veröffentlichten Erfolgsalbum "4630 Bochum" Amerika-Kritik übte, bis hin zu heutigen Musikern wie etwa Culcha Candela ("Schöne Neue Welt") oder Marcus Wiebusch, der mit "Der Tag wird kommen" eine Hymne gegen Homophobie geschrieben hatte.

Fazit: Nicht jeder, der zur Klampfe greift oder eine gute Stimme hat, muss diese auch erheben und ein politisches Ziel verfolgen. Musik soll vor allem unterhalten. In aufregenden Zeiten wie diesen, Stichwort Bundestagswahl, Rechtspopulismus, Terror, Trump & Co., wären weitere politische Beiträge allerdings wünschenswert.

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